REFLEXION – WAS BLEIBT AM ENDE?

Dieser wahrscheinlich vorerst letzte Artikel soll ein paar abschließende Worte über die vergangenen Wochen verlieren und mir dabei die Möglichkeit geben, ein weiteres Mal meine Eindrücke von der bis jetzt geleisteten Arbeit reflektiert darzulegen.

Mein anfänglicher Plan, den Produktionsprozess in seiner Reihenfolge als Grundlage meiner Themenauswahl zu verwenden, hat sich als praktisch erwiesen, da so nach und nach detailliertere Artikel entstanden sind und ich kontinuierlich tiefer in die Thematik eingedrungen bin. Währen das Format selbst, sein Inhalt und seine Produktion in einzelnen Artikeln relativ kurz angerissen wurden, konnte in den späteren Artikeln darauf aufgebaut und genauer auf die kommunikationswissenschaftlich relevanten Aspekte der Distribution, Zielgruppenansprache oder der verwendeten Plattformen eingegangen werden. Das Bilden von eigenen Zusammenhängen durch das vorherige Erfassen der theoretischen Hintergründe hat dabei ganz gut funktioniert. Vor allem war dabei aber die Zusammenarbeit mit meinen Gruppenmitgliedern hilfreich.

Die Verwendung eines Blogs als Medium muss differenziert betrachtet werden.  Als generell probates Mittel für wissenschaftliche Arbeiten eignet es sich meiner Meinung nach weniger, da das blogtypische Erscheinungsbild eher unkonventionell für wissenschaftliche Arbeiten ist und damit konträr zur Leseerwartung und Lesegewohnheit läuft. In Verbindung mit der Thematik des Seminars, der Bildung der Learning-Community und des daraus resultierenden Wissensnetzwerks entsteht wiederum ein anderes Bild. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit Kommilitonen, die an der gleichen Thematik arbeiten und mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wie man selbst, vereinfacht sich durch einen Blog in Sachen Geschwindigkeit und Effizienz ungemein. Der Fortschritt der anderen Arbeiten konnte unkompliziert verfolgt und durch Kommentare unterstützend hinterfragt werden. Dadurch habe ich sehr vom Feedback meiner Gruppenmitglieder profitiert und wurde im weiteren Verlauf meiner Arbeit inspiriert. Die unterschiedlichen TV-Formaten der Gruppenmitglieder und die dadurch entstehenden Schwerpunkte einer jeden Arbeit sorgten für eine bestimmte Aufteilung der Basistheorie, die ich im Nachhinein immer noch als sinnvoll erachte.

Ob WordPress schließlich die am besten dafür geeignete Plattform ist oder wo die Vor- und Nachteile liegen, kann ich nicht gänzlich beantworten. Vor allem fehlt mir dazu eine Vergleichsmöglichkeit, aber auch die Zeitspanne von einigen Monaten reicht nicht, um sich ein fundiertes Urteil darüber zu bilden. Schade fand ich allerdings, dass WordPress nicht besonders viele Möglichkeiten in der Gestaltung des Layouts bietet. Es gibt zwar sehr viele verschiedene Designs zur Auswahl, allerdings können diese nur geringfügig in ihrer Form verändert werden. Es ist bei dem von mir gewählten Design beispielsweise nur möglich, Widgets im Footer anzusiedeln, aber nicht am oberen, rechten oder linken Rand vom Textfenster.

Mein geäußertes Problem, die Qualität der Artikel würde in Sachen Wissenschaftlichkeit unter dem angeschlagenen Bloggerton leiden, hat sich verflüchtigt. Ich bin der Meinung, nur sehr punktuell in eine freiere Wortwahl gefallen zu sein und sie dann auch überlegt eingesetzt zu haben. In Anbetracht der Tatsache, dass hier nun mal ein Blog mit wissenschaftlicher Thematik geschrieben wurde, finde ich den von mir beschrittenen Mittelweg nachvollziehbar. Die Entwicklung zu einem umgangssprachlicheren, weniger steifen Schreibstil setzte sich nur zu einem gewissen Punkt (ca. bis zur Hälfte des gesamten Textes) kontinuierlich fort und wurde dann auf diesem Level gehalten. Meine Befürchtungen, eventuell noch in einen boulevardesken Ton zu verfallen, sehe ich nicht bestätigt. Sich allerdings offenzuhalten, welchen spontanen Eingebungen man bei der Wahl der thematischen Schwerpunkte der einzelnen Artikel nachgibt und welchen nicht, kann ich bei einer solchen Arbeit nur empfehlen.

Man kann also abschließend sagen, dass die Blogstruktur in Anbetracht der Rahmenbedingungen für diese Studienarbeit geeignet und für ihren erfolgreichen Entstehungsprozess hilfreich war. Trotzdem werde ich meine Bachelorarbeit lieber offline schreiben.

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3 thoughts on “REFLEXION – WAS BLEIBT AM ENDE?

  1. Jan, ich sehe das genauso wie du. In deinem Blog fällt mir besonders auf, dass du nicht in eine freiere Wortwahl gefallen bist und alles sehr wissenschaftlich gestaltet hast. Das fiel mir zum Beispiel schwer, vor allem, weil man eben auch über ein Format schreibt, dass man selbst gerne schaut und deshalb auch dazu neigt, das Ganze etwas umgangsprachlicher zu formulieren.

  2. Ich finde nicht, dass Jan allzu wissenschaftlich geschrieben hat! Aber mir selbst viel es auch schwer einen Mittelweg zwischen bloggen und wissenschftlichem Sprachstil zu finden.

  3. Pingback: En fin – Schlussreflexion | DIGITALjones

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